Allgemein:

Startseite

Kontakt

Impressum

Haftungsausschluß

Von A-Z

Herzlich willkommen!

neue Müllertuchkollektion

Thorsten Loeb und Detlef Stender (LVR) präsentieren die neue Mülllertuchkollektion

Wir freuen uns, Sie hier auf unserer Website begrüßen zu dürfen!

Und wir sind sicher, dass wir Sie bald auch als "leibhaftigen" Kunden bei Loeb Herrenmoden willkommen heißen können! Denn wenn Sie erst eine Weile auf unseren Seiten gestöbert haben, werden Sie bestimmt ganz schnell persönlich bei uns vorbeischauen wollen.

Als Highlight präsentiren wir Ihnen unsere neue Müllertuchkollektion, bestehend aus Mantel, Jacke, Sakko und Weste.
Die mit einem Thermostepp abgefütterten Wolljacken sind in den Farben anthrazit und dunkelgrün, der Mantel in anthrazit und die Sakkos in den Farben dunkelbraun, anthrazit sowie dunkelblau erhältlich.

AKTUELL: "Sammlerstücke"

Sakko mit Weste

Das Sakko aus Müllertuch ist in drei verschiedenen Farben - dunkelbraun, blau und anthrazit - erhältlich.

Neue Herrenkollektion aus Kuchenheimer Museumstuch
Industriemuseum webt auf alten Webstühlen aktuelle Tuche

Euskirchen-Kuchenheim. Wenn in der Tuchfabrik Müller in Euskirchen-Kuchenheim die knapp 100 Jahre alten Webstuhle angeworfen werden, der schwere Webschütze 80 mal in Minute im Webstuhl hin und her schießt, dann bebt der Holzboden und der Websaal des LVR-Industriemuseums ist von einem donnernden Lärm erfüllt. Aber es handelt sich dabei keineswegs nur um Theaterdonner. Herrenausstatter Thorsten Loeb aus Euskirchen ist seit einigen Jahren Kunde der Museumsweberei und lässt aus dem raren Tuch Herrenbekleidung in kleinsten Serien herstellen.

Es begann alles mit einigen wenigen Sakkos, die schnell Käufer fanden. Es folgten ein Mantelmodell und eine legere Winterjacke, die ebenfalls bald vergriffen waren. Denn die Museumsfabrik kann an Loeb immer nur kleine Mengen liefern. „Wir weben ja nicht, um Masse zu machen, sondern um die historische Technik in Aktion zu zeigen und unseren Besuchern die Arbeitswelt in einer Tuchfabrik um 1900 zu zeigen“ sagt Museumsleiter Detlef Stender. Er hat sogar Bedenken, wenn die Museumswebstühle zu viel laufen: „Konservatorisch betrachtet ist jede Benutzung des technischen Kulturgutes auch eine Abnutzung. Aber es ist natürlich schön, wenn das Tuch auch eine sinnvolle Verwendung finden kann.“ Da der Webmeister der Tuchfabrik Müller Hans-Josef Schumacher Spaß daran hat, immer mal wieder neue Muster zu entwickeln, ist jede Kleinstserie von Sakkos oder Mänteln einzigartig und jedes Kleidungsstück eine Art Unikat. In diesem Herbst gibt es nun erstmal gleichzeitig eine komplette Kollektion der Kleidungsstücke aus Museumstuch: Klassische Sakkos in anthrazit, blaugrau und kastanienbraun, einen modischen Blazermantel in anthrazit und eine sportlich-wetterfeste Jacke in dunkelgrau und graugrün – sowie erstmals auch Westen. Loeb hat diesmal 33 Sakkos, 35 Jacken, 20 Mäntel und 15 Westen herstellen können und hat einige Exemplare schon an Liebhaber verkauft

Sowohl das Museum als auch der Herrenausstatter können an solchen Kleinstserien natürlich kaum etwas verdienen. Sie machen es eher aus Interesse an der Herstellung eines solch einzigartigen Produkts. Museumsleiter Stender hat aber doch einen Hintergedanken: „Jeder, der so ein Sakko oder so einen Mantel trägt, der ist eine Art wandelnder Werbeträger fürs Museum.“

Hergestellt wird alles natürlich aus Streichgarn – eine Spezialität der ehemals bedeutenden Euskirchener Tuchindustrie. Webmeister Schumacher muss für das Tuch mehr als 2000 Kettfäden einziehen. Der Sakkostoff hat 110 Schussfäden pro Zentimeter, der Jacken und Mantelstoff etwa 120 und ist damit noch dichter und wärmer. Nach dem Weben wird das Museumstuch dann bei einer der letzten Tuchfabriken in Deutschland, der Fa. Mehler im fränkischen Tirschenreuth ausgerüstet. Das Waschen, Walken, Aufrauen und Scheren des Tuchs verdichtet die Stoffbreite von 1,80 Meter auf 1,50 und sorgt für eine robuste, sehr strapazierfähige Oberfläche – im Tweed- oder Lodenstil. Danach hat das Tuch wirklich alles, was Wollstoff – gut verarbeitet – auszeichnet: Es ist elegant ohne unangenehm aufzufallen. Es wärmt und schützt vor Wind und Wetter, nimmt kaum Feuchtigkeit auf, atmet besser als alle vergleichbaren High-Tech-Textilien und lässt Falten keine Chance. Bedingt durch die historischen Webstühle ist das Tuch – wie es früher üblich war – etwas schwerer und solider als moderne Tuche, die vor allem leicht und kostengünstig sein sollen. Damit sind die Produkte aus Museumstuch – wie es früher eben üblich war - ungewöhnlich langlebig. Sie sind nicht nur für eine Saison sondern so produziert, dass sie Jahrzehnte überdauern können.

Die klassisch-dezente Musterung ist modisch ebenfalls „unverwüstlich“. „Wir weben hier nach ganz traditionellen Mustern, wie sie sich in unseren alten Musterbüchern finden“, erzählt Webmeister Schumacher. Und doch ist das eher rustikale Erscheinungsbild des klassischen Streichgarntuchs zur Zeit topaktuell „Auf den italienischen Modenschauen habe ich gerade diese klassischen Tuche ganz leger bei sogenannten Out-Door-Sakkos und Kurzmänteln gesehen“.

Die Produkte aus Müller-Tuch werden im Museumsladen in Euskirchen-Kuchenheim und bei Herrenmoden Loeb in Euskirchen am Alten Markt verkauft.